Im Rahmen der Sendung „Fade in/Fade out – Remixing Culture“ wurde ich kürzlich vom Berliner Radiosender „Kulturwelle“ als Teil eines Feature-Beitrags zur Remix-Kultur interviewt. Der Bezug war mein gemeinsam mit Malte Pelleter in 2007 publizierter Artikel zu ästhetischen Strategien des Samplings im Hip Hop. Ich wünsche viel Spaß beim Nachhören des Beitrags unter diesem Link!

PS: Anfang des Jahres gab es ja bereits ein Interview mit dem Deutschlandfunk zu meinem Forschungsprojekt „Survey Musik und Medien„. Aus Dokumentationsgründen verlinke ich es hier auch noch mal zum Nachhören.

09.03.2012

.. möchte auch ich hier in meinem Blog den famosen Text „Wir, die Netzkinder“ des polnischen Dichters Piotr Czerski verlinken, der inzwischen als heimliches Manifest der Internet-Generation gilt. Besonders in den letzten drei Monaten mehren sich meines Empfindens die Zeichen, das Politik und Gesellschaft inzwischen nicht mehr an dem dort referenzierten „Wir“ vorbeikommen und vielleicht könnte daraus ja so etwas wie ein „europäischer Frühling der direkten Demokratie“ im Schatten der Finanz- bzw. Bankenkrise werden… Naja, man wird ja wohl noch mal träumen dürfen!

01.02.2012

Und nun ist sie endlich auch in Deutschland angekommen, die politische Debatte über die Regulierung des Netzes und die gesellschaftlichen Folgen von „Web 2.0“:

CDU-Politiker Ansgar Heveling: „Netzgemeinde, Ihr werdet den Kampf verlieren!“

Frank Rieger (CCC): „Kulturkampf? Könnt Ihr haben!“

Einzig verschlafen haben bislang  wieder mal unsere öffentlich-rechtlichen Fernsehsender diese wichtige Debatte . Aber bis Ende der Woche wird das noch, denke ich…

 

 

Update:

Das Handelsblatt selbst veröffentlicht Repliken von Dorothee Bär (CSU) und Lawrence Lessig.

Ansonsten gibt es bereits unzählige Blogeinträge dazu, googeln Sie einfach nach „Heveling“.

.. demonstriert, wer  könnte es auch anders sein, mir heute die DB AG in Bezug auf Ihr Angebot Call-a-Bike. Bis letztes Jahr konnte man auf einfache Weise in Berlin an fast jeder größeren Straßenecke ein Fahrrad mit Hilfe des Handys ausleihen, zur Überbrückung kleinerer oder größerer Strecken nutzen und dann komfortabel wieder an einer Straßenecke abgeben. Das funktionierte im gesamten S-Bahn-Ringgebiet, also praktisch in der gesamten (riesigen) Berliner Innenstadt.

Und nun das: Heute bekomme ich eine Newsletter-Mail, in der mir als „Fortschritt“ verkauft werden soll, was ein Rückschritt und vor allem den Untergang des in Berlin sehr erfolgreichen Prinzips bedeuten soll. Von nun an, können Räder nur noch an bestimmten „Stationen“ ausgeliehen und zurückgegeben werden. Schaut man auf die dazu gereichte Übersichtskarte zum Stationsausbau, stellt man fest, dass die Stationen anfangs ausschließlich in Berlin-Mitte (gemeint ist der alte, also sehr kleine Bezirk), nach „Ausbau“ dann „sogar noch“ in Prenzlauer Berg und Friedrichshain geplant sind.  Achja, und überhaupt dauert das noch ne Weile, so dass ich erst einen Monat später als in anderen Städten Bikes ausleihen kann.  Ich fasse also zusammen: Erstmal führt die neue Idee dazu, dass die Räder erst später als sonst im Jahr verfügbar sind (schön auch für Leute, wie mich die ne Jahrespauschale gezahlt haben).  Dann wird das Gebiet, in dem ich überhaupt Räder ausleihen kann, erstmal extrem verkleinert. Die Rückgabe wird (noch schlimmer) auf ein ebenfalls winziges Gebiet verkleinert. Und ich muss plötzlich überlegen: Ist an meinem Fahrtziel irgendwo eine Station in der Nähe? Das macht aus einem sehr flexiblen Angebot ein extrem unflexibles. 30 Stationen soll es wohl geben (nach final erfolgtem Ausbau). Und die Preise für das verschlechterte Angebot bleiben natürlich gleich. Ach nein, das ist noch gar nicht alles, als Besitzer einer Bahncard zahle ich jetzt plötzlich genau so viel wie als nicht-Besitzer. Super, da wird Kundentreue also richtig belohnt.

gentrifizierte Kunden gemäß des Geschmacks der DB AG

gentrifizierte Kunden gemäß des Geschmacks der DB AG

Und was schreibt mir die Bahn dazu (Zitat): „mit dem Forschungsprojekt StadtRAD Berlin haben wir im vergangenen Jahr ein neues Fahrradvermietsystem mit Funktechnik getestet. Überzeugt hat unsere Tester vor allem die vereinfachte Entleihe und Rückgabe der Räder, der Wegfall von Öffnungs- und Quittungscodes sowie die Möglichkeit, Räder auch ohne Telefon direkt über ein Terminal zu mieten.“

Ja klar. Wer hat heutzutage auch schon ein Telefon dabei? (!!!) Und ja, es war ja auch ziemlich stressig, sich den Code zu merken, er wurde einem ja nur per SMS gesendet. (!!!) Und vereinfachte Rückgabe? Was ist damit gemeint? Das ich jetzt ne Station ewig suchen muss, bis ich das Rad zurückgeben kann?

Also aus meiner Sicht ist der Fall klar: Hier hat ein System mal so gut funktioniert, dass es dringend abgeschafft werden musste. Ich vermute mal, viele haben es einfach sehr gerne für kleine Strecken in Anspruch genommen und es war halt preislich günstig.  Dadurch entstand einfach nicht genügend Gewinn. Zu wenig Abzocke-Mehrwert im Vergleich zu anderen DB-Leistungen. Achja. Stimmt ja, die Bahn ist ja „privat“.  Und dann muss man natürlich ordentlich  Gewinn mit sowas machen, versteht sich.  Mobilität und eine autofreie Stadt Berlin (feinstaubbelastet!) fördern? Ach was, da wollen wir zusätzlich staatliche Anreize für sehen. Ach, wir gehören dem Staat? Und der hat angeblich solche Ziele? Aber das ist uns doch egal, wir sparen Öffentlichen Nahverkehr kaputt und gehen lieber an die Börse…

Wer in diesem Beitrag Ironie und Sarkasmus gefunden haben sollte, möge sie behalten. Ich gebe jedenfalls meine BC in diesem Jahr zurück.

07.03.2011

.. zwischen München, Hamburg, Leipzig und Berlin?

Dies lässt sich wunderschön an folgenden Fotos der „Pro-Guttenberg“-Demos vom letzten Samstag illustrieren:

München

München

Hamburg
Hamburg
Leipzig

Leipzig

Berlin

.. war ja schon länger zu beobachten. Aber die „Causa Guttenberg“ schlägt dem Fass wirklich den Boden aus. Es ist für mich und viele Fachkollegen unfassbar, mit welcher Kaltschnäuzigkeit Kanzlerin, Wissenschaftsministerin und der Rest der Regierung das als juristische Doktorarbeit bezeichnete Plagiat des jetzigen Bundesverteidigungsministers versuchen als Bagatelle abzutun, den Vorgang als lässliche Jugendsünde oder als Kavaliersdelikt zu verteidigen. „Haben wir nicht alle einmal geschummelt?“ – So wird argumentiert. Vielleicht haben manche das – aber wenn sie erwischt wurden, haben sie dennoch die Konsequenzen getragen und sich dazu bekannt (Zu der Tat, nicht zum „Hochmut“). Außerdem geht es hier nicht um kleines Schummeln, sondern um das massive absichtsvolle Ausbeuten fremder geistiger Leistungen anderer, weil es an den eigenen oder dem Willen, diese durch wissenschaftlichen  Einsatz zu erbringen, offensichtlich mangelt. Es ist empörend, wie hier öffentlich nicht nur durch die BILD, sondern durch zahlreiche öffentiche Amtsträger mit zweierlei Maß gemessen wird, „Double Standards“ scheinen in dieser Republik für adlige Minister, Transatlantiker und Lieblingskinder der Bild-Zeitung zu gelten. Dies hat mich auch bewogen, vorgestern einen Brief an den Bundespräsidenten mit der Bitte um Stellungnahme zu schreiben, der aufgrund seiner faktischen relativen politischen Machtlosigkeit ja häufig als überparteiliche, moralische Instanz bezeichnet wird und sich zudem offensiv als gläubiger Christ versteht. Wenn es schon die Kanzlerin aus Opportunismus nicht vermag, sollte nicht wenigstens unser Staatsoberhaupt Stellung zu dieser Sache nehmen, bevor international bekannt wird, dass sich wohlhabende Menschen an bayerischen Universitäten Doktortitel erschleichen können, ohne das dass dies irgendwelche Konsequenzen hat? Wenn es auch die Uni Bayreuth nicht wagt,  die absichtliche Täuschung als solche zu benennen? (Die finanziellen Zuwendungen der Familie Guttenberg an die Uni Bayreuth sind ja längst öffentlich):

Mit mir empören sich:

über 60 Wissenschaftler der LMU München

der Medienwissenschafler Lutz Hachmeister (der übrigens dem Fluter neulich ein sehr lesenswertes Interview gab)

ein ehemaliger Professor der Bundeswehr-Universität Hamburg

Ueber 100 Doktoranden verschiedener Fächer und promovierte Unterstuetzer

Der Deutsche Hochschulverband

Festzuhalten ist: Es geht hier um weitaus Wichtigeres, als die Person zu Guttenberg (die meinetwegen auf Ihrem Ministerposten kleben bleiben soll – auch wenn man sich fragt, wer dem in Zukunft noch etwas abkaufen will) oder die zahlreichen Wahlkämpfe in diesem Jahr (auf welche die Opposition mit ihren scharfen Angriffen aus Eigeninteresse selbstverständlich abzielt). Es geht um das internationale Anstehen deutscher akademischer Titel, um das Vertrauen innerhalb der Scientific Community, das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik und das Vertrauen der Bürger in die Wissenschaft. All dies sind bedeutende Werte, die hier zu Grabe getragen werden, wenn nicht eindeutig und klar benannt wird, dass es sich hierbei nicht um ein Kavaliersdelikt, ein Versehen oder ähnliches, sondern groben Vorsatz und arglistige Täuschung handelt, die nicht wegzudiskutieren sind, wie sich auch jeder interessierte Bürger auf Guttenplagg selbst überzeugen kann. Falls das nicht geschieht, muss sich jedenfalls niemand über einen kommenden „Brain-Drain“ wundern.

Nebenbei gesagt ist jenes Wiki ein deutliches Zeichen dafür, dass das Internet nicht etwa dem Betrug Vorschub leistet, sondern der öffentlichen demokratischen Transparenz und Aufklärung. Hätte der Herr Minister vor 30 Jahren seine Mitarbeiter seine Promotionsarbeit zusammenstückeln lassen und seine Eigenleistung aufs Redigieren beschränkt, es wäre vermutlich niemals rausgekommen.

Deutliche Worte (für mich auch ohne übertriebene Polemik) aus Sicht der Wissenschaft fand Herr Dr. Dr. Karl Lauterbach in der Bundestagsdebatte zum Thema:

Update:

Frank Rieger (CCC) hat eine Protestdemonstration zum Thema angemeldet, für die ich hier gerne werbe:

Diese Frage muss man inzwischen wirklich ernsthaft stellen. Auf der einen Seite fabriziert Ihr Shows in übelster Boulevard-Manier (vgl. die Kommentare von Christian Floto / Deutschlandfunk und Christopher Keil / SZ, wie auch den Bericht bei ZAPP über den Lierhaus-Auftritt), Samstag-Abend-Shows auf dem Niveau von Kinderfernsehen und macht Euch durchgehend zum Cross-Promoter der BILD-Zeitung. Auf der anderen Seite lasst Ihr Euch, wenn Leute bei Euch wirklich mal gute, politische und kritische Sendungen produzieren, massiv von Politik und Lobbyisten reinreden, wie etwa im Fall von Frontal21 oder der Heute-Show. Und dann wundert Ihr Euch, dass die Privaten (die Boulevard, Billig und Skandal eben besser können) Euch abhängen? War da nicht was mit nem gesellschaftlichen (Bildungs-)Auftrag? Die ARD hat das (abgesehen von ihrer neuen Sendezeit-Politik) ganz gut begriffen. Aber Ihr? Demnächst kommt ja nun wohl die GEZ-Steuer, spätestens dann hoffe ich auf Besserung. Denn was hilft die schönste Online-Mediathek, was ein niegelnagelneues Nachrichtenstudio, wenn einfach kein brauchbarer, spannender und seriöser Content produziert wird?

http://www.youtube.com/watch?v=R8SV-UPZPeY&feature=related
27.01.2011

.. plastische Antworten auf diese Frage gibt ein recht gelungenes Youtube-Video der Division on Media Change & Innovation (Prof. Michael Latzer) des IPMZ Zürich:

Keine Frage, politische Initiativen, welche das Ansinnen haben, die Lesekompetenz und politische Bildung Heranwachsender zu fördern, werden immer meine prinzipielle Unterstützung finden. Die Pressemitteilung zur aktuellen Aktion von Kulturstaatsminister Neumann mit dem Titel  „Nationale Initiativ Printmedien lässt aber aus meiner Sicht nur zwei wenig schmeichelhafte Interpretationen des dahinter stehenden Ansinnens zu:

Entweder hat da jemand nicht verstanden, dass es um Lesen als Medienkompetenz und um politische Bildung mit dem Ziel aktiver Partizipation Jugendlicher  gehen sollte und nicht um die Förderung einer rückwärtsgewandten, Ressourcen-verrnichtenden und CO2 beeinträchtigenden Produktion bedruckten Papiers, die an der Lebenswelt Heranwachsender grundsätzlich vorbei geht und NICHTS, aber auch GAR NICHTS mit Stärkung von Medienkompetenz und noch weniger mit der Anregung zu aktuellen Formen politischer Partizipation  zu tun hat.  Sollte diese Deutung zutreffen, empfehle ich Herrn Neumann eine Beschäftigung mit aktueller medienpädagogischer Forschungsliteratur zum Thema.

Oder aber, und das wäre die bösere Interpretation, es geht Herrn Neumann sowieso in Wirklichkeit gar nicht um die Förderung politischer Beteiligung Heranwachsender, sondern um das, was diese Regierung nach Meinung einiger Journalisten und vieler Blogger von Anfang an auf vielen Gebieten betrieben hat: Klientelpolitik, hier in Form der Stärkung einer sterbenden Contentindustrie, welche selbstverschuldet und ignorant wichtige mediale Entwicklungen verschlafen hat und nun versucht sich hektisch mit immer wieder scheiternden paid-Content-Initiativen zu retten. Von dem eklatanten qualitativen Unterschied zwischen dem Kauf einer der sogenannten deutschen „Qualitätszeitungen“, deren Tagesgeschäft hauptsächlich darin besteht, im Stile ihrer vermeintlichen Leserschaft Agenturmeldungen unkritisch zu paraphrasieren, gegenüber der Möglichkeit, sich im globalen Maßstab kostenlos ein umfassendes, abgewogenes eigenes Bild politischen Handelns aus der Sicht ganz unterschiedlicher Medien, Blogger und Stakeholder zu machen (in anderen Ländern gibts ja teilweise gar noch investigativen Journalismus) – was wohl eher dem in der Presseerklärung hochgehaltenen Prinzip „Meinungsfreiheit“ und „Kompetenz“ entspräche, will ich hier noch nicht mal schreiben.

Kurzum: Welche der beiden Interpretationen man lieber folgen mag, überlasse ich dem politisch informierten Leser.

Nichtsdestotrotz: Die Grundidee der Initiative ist gut (ich will hier nicht alles madig machen), nur bei der Umsetzung und PR-Politik sollte man sich eben nicht von Lobbyisten oder Marketingvertretern, sondern besser von Medienpädagogen beraten lassen. Wie sonst kann man auf Formulierungen kommen, die sich mit „dem besonderen Wert des gedruckten Wortes“  befassen, oder meinen, dass „Printmedien unverzichtbar für die Demokratie“ wären. Marshall McLuhan hätte bereits vor 30 Jahren solche Aussagen mit recht als reaktionär und Ausdruck einer „Nachtwandlermentalität“ bezeichnet. Dem ist wenig hinzuzufügen.  Alles andere an der Aktion, insbesondere die Förderung von Lesekompetenz ist natürlich absolut unterstützenswert.

11.12.2009

.. genauer, eine Rezension von Frank Schirrmachers neuem Buch „Payback „ hat Rudolf Maresch bei Telepolis verfasst.  Mir fehlt ein wenig der Bezug zu McLuhan, aber ansonsten finden sich sehr viele lesenwerte und wichtige technikphilosophische Gedanken. Persönlich wäre ich jedoch vorsichtig mit dem Plädoyer für eine evolutionär-biologisch bedingte Begrenztheit des Menschen in Bezug auf  „Informationen“.  Dahinter steht implizit ein verkürzter anti-konstruktivistischer Informationsbegriff, genauer ein Ausblenden der sozialisations- und kontextgebundenheit von relevanten  Bedeutungen, die aus „Informationsangeboten“ erst induktiv-deduktiv erzeugt werden müssen, und nie und nimmer eine „Eigenschaft“ bestimmter Medienformen oder Medienangebote sind. Das Medium ist die Botschaft und natürlich verändert uns die Ausweitung unseres Körpers und unseres „Nervenkostüms“ durch vernetzte technische intelligente audiovisuelle Informationsmedien und verändern Anthropos auch zu einer anderen sozialen Daseins- und Existenzform und das nicht immer in eine normativ wünschenswerte Richtung. Aber eine biologische Begrenztheit zu unterstelle, dafür fehlen jegliche empirischen Belege. Die Paradigmen der klassischen aufmerksamkeitspsychologischen Grundlagenforschung sind an Laborbedingungen gebunden, die per Definition die Untersuchung von Sozialisations- und Kontexteffekten ausschlossen. Dies wurde auch unter anderem von dem Bielefelder Kognitionspsychologen  Odmar Neumann kritisiert: Menschen entwickeln,  so ist aufgrund von neuropsychologischen Untersuchungen anzunehmen,  komplexe Fähigkeiten (Skills) im Rahmen der Handlungsplanung und Handlungsdurchführungen Primärhandlungen von Sekundärhandlungen zu trennen, in dem gezielte Inhibitionsmechanismen aktiviert werden, die über Trainingsvorgänge geschult werden.

Anstatt über evolutionär-strukturelle Grenzen oder Berechenbarkeit menschlicher Handlungen und „Maschinisierung des Menschen“ zu philosophieren (wie Maresch), oder den Untergang des romantisch-verklärten Feuilleton Abendlandes zu beschwören, sich aber gleichzeitig tumb von medialen Neuerungen anfixen lassen  (Schirrmacher) sollten wir empirisch erforschen, wie die Fähigkeit zur Handlungskoordination verbessert werden kann, da nur ein Mensch ohne Handlungskoordination und Selbstwirksamkeit einer „Flut“ erliegt und ergründen, welche weiteren Formen von Kompetenzen die von Schirrmacher beschriebene mediatisierte Gesellschaft impliziert. Mit anderen Worten: wir sollten kritisch-realistisch den Mediennovellierungen gegenüberstehen.

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