10.09.2011

Das Schweizer Fernsehen hat kürzlich ein spannendes Interview mit Douglas Coupland („Generation X“) geführt, unter anderem geht es auch um seine kürzlich erschienene McLuhan-Biographie:

Sternstunde Philosophie vom 04.09.2011

07.03.2011

.. zwischen München, Hamburg, Leipzig und Berlin?

Dies lässt sich wunderschön an folgenden Fotos der „Pro-Guttenberg“-Demos vom letzten Samstag illustrieren:

München

München

Hamburg
Hamburg
Leipzig

Leipzig

Berlin

Diese Frage muss man inzwischen wirklich ernsthaft stellen. Auf der einen Seite fabriziert Ihr Shows in übelster Boulevard-Manier (vgl. die Kommentare von Christian Floto / Deutschlandfunk und Christopher Keil / SZ, wie auch den Bericht bei ZAPP über den Lierhaus-Auftritt), Samstag-Abend-Shows auf dem Niveau von Kinderfernsehen und macht Euch durchgehend zum Cross-Promoter der BILD-Zeitung. Auf der anderen Seite lasst Ihr Euch, wenn Leute bei Euch wirklich mal gute, politische und kritische Sendungen produzieren, massiv von Politik und Lobbyisten reinreden, wie etwa im Fall von Frontal21 oder der Heute-Show. Und dann wundert Ihr Euch, dass die Privaten (die Boulevard, Billig und Skandal eben besser können) Euch abhängen? War da nicht was mit nem gesellschaftlichen (Bildungs-)Auftrag? Die ARD hat das (abgesehen von ihrer neuen Sendezeit-Politik) ganz gut begriffen. Aber Ihr? Demnächst kommt ja nun wohl die GEZ-Steuer, spätestens dann hoffe ich auf Besserung. Denn was hilft die schönste Online-Mediathek, was ein niegelnagelneues Nachrichtenstudio, wenn einfach kein brauchbarer, spannender und seriöser Content produziert wird?

http://www.youtube.com/watch?v=R8SV-UPZPeY&feature=related
05.07.2010

Release

von Steffen Lepa

Seit Anfang Juli ist nun meine bei VS publizierte Dissertation endlich im Handel verfügbar. Über jegliche Form der Kritik, insbesondere an meiner Konzeption „kritisch-realistischer Medienforschung“ freue ich mich natürlich sehr und werde Sie gerne hier veröffentlichen und diskutieren. Überhaupt hätte ich Interesse an kritischen Rezensionen, falls also irgendein Fachkollege ernsthaftes Rezensions-Interesse bekunden sollte, verschicke ich zu diesem Zweck gerne ein kostenloses Exemplar. Bitte einfach kurz per Mail melden!

23.06.2010

Abstrus oder nicht?

von Steffen Lepa

Diese Frage möchte ich den Lesern überlassen, wenn Sie sich zwei Ideen anschauen, die ich heute hier mal verlinken möchte:

Alexander Kissler möchte das ZDF abschaffen.

Meine Sympathie hat er zumindest für sein, wie ich finde, gerechtfertigtes Slomka-Bashing. Die Frage ist nur: Wohin dann mit dem Dienstags-Spielfilm?

Außerdem:

Audi überlegt WFS-Sound-Systeme in Fahrzeuge einzubauen.

Liegt für mich auf einer Ebene mit der Idee einen Großbildfernseher in ein Auto einzubauen: Netter Gimmick, aber gefährdet mit Sicherheit das Fahren. In der Mitarbeiterbesprechung des Fachgebiets Audiokommunikation flaxten wir bereits, ob man nicht über die Soundanlage anstatt von Unterhaltung mittels außen am Wagen angebrachter Mikrofone ein „akustisch transparentes“ Fahrzeug schaffen könnte. Dann würde der TT-Fahrer vielleicht meine Fahrradklingel hören (und das an der richtigen Position), bevor er mich beim Rechtsabbiegen auf der Leipziger Straße schneidet..

Nun liebe Leser, das Internet ist ja ein Mitmach-Medium, was denken denn Sie über diese Ideen, bzw. mögliche Abwandlungen davon? Abstrus oder nicht?

26.11.2009

Der Danke-Film

von Steffen Lepa

Auf eine wirklich gewitzte tolle Idee aus einer schwedischen Medienkampagne zum Bezahlen der Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bin ich heute früh gestoßen: Einerseits wird damit zur Reflektion über die Wirklichkeit der Medien angeregt, andererseits wird man bestens unterhalten und schließlich wird noch die intendierte Botschaft eindringlich kommuniziert. Ich wünsche viel Spaß und man sollte ein möglichst hochauflösendes Porträtfoto einspeisen und sich dann überraschen lassen:

Link

23.09.2009

Heute habe ich auf der internationalen kommunikationswissenschaftlichen Konferenz CICOM 2009 in Braga, Portugal an der Katholischen Universität Portugals in einem Panel-Vortrag einige entscheidende theoretische Argumentationslinien meiner Dissertation vorgestellt. Zu einer tieferen Diskussion ist es leider nicht gekommen, da ein Großteil des Publikums sowie auch der Chair  nicht wirklich der englischen Sprache mächtig war. Ich finde es fragwürdig, eine internationale Konferenz zu veranstalten, aber dennoch portugiesische, französische und spanische Vorträge zuzulassen und portugiesische Chairs, was bringt das? Mir war es relativ egal, mein Vortrag lief gut und wurde interessiert aufgenommen, aber für den wissenschaftlichen Diskurs und vor allem die Nachwuchswissenschaftler aus Portugal scheint mir das eher schädlich.

Ansonsten ist Portugal recht hübsch und niedlich, außerdem ein angenehmes Klima zur Zeit (26 Grad und blauer Himmel durchgehend), es mutet etwa wie Nordspanien an, ist allerdings deutlich dichter besiedelt. Vielleicht komm ich in den kommenden Tagen noch dazu, hier ein paar Fotos einzustellen. Achja, positiv ist mir noch aufgefallen: Gestern feierte man hier den „Tag der europäischen Mobilität“, dadurch war der komplette Nahverkehr kostenlos, was meinen Geldbeutel recht gut getan hat.

Lustig klischeemäßig ist hier auch die Vorstellung von Pünktlichkeit, so stand ich heute programmgemäß um 8h vor den Pforten der „Fakuldade Philosophica“, da mein Vortrag gleich im ersten Panel stattfinden sollte. Jedoch gingen die Tueren erst gegen 8:40h auf, als ein sichtlich gestresster Assistent Professor im offensichtlich neuen blauen Blazer eintraf und hektisch öffnete und mit ein paar völlig übermüdeten Erstsemesterstudentinnen chaotisch anfing, die Tische aufzubauen. Naja, es ist hier wohl die erste Konferenz jener Art und ich will mal nicht mäkeln, die legere Art der Portugiesen passt ja irgendwie zum Klima, dass ich jetzt umso mehr genießen kann, da mein Vortrag gehalten ist…

..  wirft seine Schatten nun auch in Arte-Trailern heraus. 24h-Berlin ist ein für mich erfolgreiches Konzept für zeitgemäßes Kultur-TV, welches die klassische Programmgestaltung aufbrechen könnte.  Warum nicht jeden Tag Videos aus der Lebenswelt von Bürgern ein paar Stunden zeigen, anstatt morgendliche Wiederholungen, Seifenopern oder Shows mit B-Promis? Ich bin gespannt auf die Resonanz des Publikums. .