Heute vormittag war ich eingeladener Interviewpartner beim Radiosender „RBB Kultur“ zum Thema „Streaming im Bereich Klassik“.
Hier weitere Informationen zum Thema, sowie das Interview zum Nachhören:

https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/rbbkultur_am_vormittag/archiv/20200207_0905/wissen_0910.html

16.11.2018

Es gibt seit langem mal wieder Neuigkeiten: Seit dem 1. Oktober 2018 bin ich für ein Semester Gastprofessor für Musik und Medien am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien (HMTM) Hannover. Im laufenden Semester erteile ich neben der Entwicklung neuer Forschungsprojekte dort Seminare zu den Themen „Theorien des Medienwandels“ (BA Medienmangement), „Audio Branding – Theorien, Strategien und Forschung zur akustischen Markenführung“ (MA Medienmanagement / MA Medien und Musik), „Digitale Wissenschaftskommunikation: Ein Webportal zur Musikmedienforschung“ (MA Medien und Musik), sowie „Theorie und Praxis der Publikumssegmentierung in Zeiten der Medienkonvergenz“ (MA Medien und Musik). Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen und bin glücklich, wieder einmal die Inspiration durch Lehre genießen zu können.

04.11.2015

Ein früher Beitrag zur Mediatisierungsdebatte aus dem Jahr 1973 vom Philosophen Alan Watts, in einem Youtube-Remix von Austin Bahls:

Originaltext

Im Rahmen der Sendung „Fade in/Fade out – Remixing Culture“ wurde ich kürzlich vom Berliner Radiosender „Kulturwelle“ als Teil eines Feature-Beitrags zur Remix-Kultur interviewt. Der Bezug war mein gemeinsam mit Malte Pelleter in 2007 publizierter Artikel zu ästhetischen Strategien des Samplings im Hip Hop. Ich wünsche viel Spaß beim Nachhören des Beitrags unter diesem Link!

PS: Anfang des Jahres gab es ja bereits ein Interview mit dem Deutschlandfunk zu meinem Forschungsprojekt „Survey Musik und Medien„. Aus Dokumentationsgründen verlinke ich es hier auch noch mal zum Nachhören.

27.12.2013

Zum Jahreswechsel..

von Steffen Lepa

..verweise ich auf ein nicht mehr ganz neues, aber meines Erachtens immer noch hochaktuelles Gespräch zwischen Richard David Precht und Thomas Metzinger im Schweizer Fernsehen:

Ich würde mir wünschen, dass wenigstens einige der in diesem Gespräch geäußerten Ideen in unser aller Zukunft im nächsten Jahr einfließen!

.. hatte ich bereits vor einiger Zeit versprochen und kann es nun endlich einlösen: Unter http://www.surveymusikundmedien.de lassen sich ab sofort vielfältige Infos zu Forschungsdesign, Projektfortschritt und ersten Ergebnisse zu der Frage „Wie hören die Deutschen heute Musik?“ abrufen. Momentan finden sich dort vor allem die quantitativen Ergebnisse der repräsentativen Bevölkerungsumfrage, diese werden aber in den kommenden Monaten sukzessive ergänzt, sobald auch Ergebnisse der Interviewstudie vorliegen. Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern und freue mich über Feedback und konstruktive Kritik.

29.09.2013

Über alte Hüte…

von Steffen Lepa

„We saw that the problem is not new. Since the beginning of social
research, students have tried to combine the value of detailed qualitative
applications with the advantages of more formalized techniques which
could be managed on a mass basis.
We saw, furthermore, that a line along which such an integration
could come about emerges. The Open Interview is indispensable at the beginning of
any study where it classifies the structure of a problem in all its details. It
is also invaluable at the end of a study for anyone who is not satisfied
with the mere recording of the low correlations we usually obtain. Good
research consists in weaving back and forth between Open Interviews and the more
cut-and-dried procedures.
The conversion of Open Interviews  into sets of specific poll questions has shown
up a new skill in our field and one which has found much too little
attention.
[..]
The hope might be expressed that this paper will not be regarded
as an attempted judgment in the Open Interview controversy. It tries to show that
the problem consists of many different parts. For some problems the Open Interview
is indispensable; for others it is definitely wasteful. Often we do not
really know the right answer. In these last cases the prudent administrator
will do best to look for the combination of methods best adapted
to the specific research task on hand.“

Lazarsfeld, P. F. (1944). The Controversy Over Detailed Interviews—an Offer for Negotiation. Public Opinion Quarterly, 8(1), 38–60. doi:10.1086/265666
28.02.2013

Wäre dies nicht ernst gemeint, könnte man es lustig finden:

Der neue DJ-Tarif der GEMA.

04.02.2013

… das waren die drei Schlagworte einer hochinteressanten medienwissenschaftlichen Tagung zum Thema „Verflechtungen“ , die in meiner Heimatstadt Braunschweig vom 31.1. bis 2.2. 2013 stattfand.

Ich möchte hier vier persönliche Highlights hervorheben, die ich teilweise mit dem N9 mitgeschnitten habe. Das war spontan, also bitte nicht zu viel Qualität erwarten, zum Verstehen sollte es aber reichen und ein Band zur Tagung ist ja ohnehin wohl bereits in Planung. Ich stell die Audiofiles aus Platzgründen hier auch nur kurzzeitig rein, als Service für einige Anwesende/Abwesende, die daran Interesse hatten, also bitte abspeichern, wer es länger behalten will.

Werner Schneider (Augsburg) stellte noch einmal den von Ihn in Zusammenarbeit mit Andrea Bührmann entwickelten Ansatz einer sozialwissenschaftlichen Dispositivanalyse vor („Dispositive… – überall (und nirgendwo)? Anmerkungen zur Theorie und methodischen Praxis der Dispositivforschung“). Ich finde diese methodologische Initiative bis heute sehr interessant und genügend offen, um an eigene Arbeiten anschlussfähig zu sein, wobei ich (mit Alex Geimer) denke, dass es Sinn macht, sich auch ein Stück mal von der Foucault-Exegese wegzubewegen und ganz forschungspragmatisch zu überlegen, wie man mit dem Konzept weiterkommt, aber das sieht Herr Schneider, glaube ich, auch so. Hier der Mitschnitt, leider nicht optimal von der Qualität

Rainer Leschke(Siegen) hielt einen genialen, teilweise amüsant polemischen Vortrag („Die erstaunliche Einsamkeit des Mediendispositivs in der Vielheit der Medien“), der nicht nur die Geschichte der Medienwissenschaften in Deutschland nachzeichnete, sondern eben auch die Karriere des Dispositivbegriffs innerhalb dieser aufzeigte. Ich kann mich seinem Plädoyer, das Dispositiv im Sinne eine Beschreibungssprache zu verwenden, um „Hermeneutik zu rationalisieren“, anstatt es zur Mystifikation im Sinne einer Metapher zu verwenden, in der Sache nur aus vollem Herzen anschließen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das von einem Großteil des Publikums auch so gesehen wurde. Hier der Mitschnitt, der mediokre Qualität hat.

Manuel Zahn (Hamburg) hielt den für mich aufregendsten Vortrag der Tagung („Das Kino als Dispositiv filmischer Bildung“), da er im Grunde in Bezug auf das Kinodispositiv mit nicht viel weniger beschäftigt zu sein scheint, als ich es auch zur Zeit in Bezug auf auditive Medien bin: Die Frage, wie man mediatisierte Kommunikation nochmal jenseits des Verstehens und der Aneignung semantischer Bedeutungen als körperlich performative Praxis der „Hingabe“, die Subjektivierungen hervorbringt neu beschreiben könnte. Dafür führt er die sehr interessante Unterscheidung von „Kraft“ vs. „Macht“ ein. Ich bin sehr gespannt, wie er diese Ideen in Zukunft weiterentwickeln wird. Hier der qualitativ am besten geratene Mitschnitt, dafür fehlt leider die erste Minute..

Malte Pelleter (Lüneburg) stellte schließlich in seinem Beitrag („Grammophon-Erziehung und Beat-Bildung. Szenen medien/musikalischer Bildungs-Phantasmen – 1900/2000“) vor, welche frappierenden Parallelen (aber auch Unterschiede!) zwischen medienpädagogischen Ideen zum Grammophon zum Beginn des 20. Jahrhunderts und der Breakbeat-Science von Kodwo Eshun bestehen. Neben dem Inhalt ist hier auch der Vortragsstil unter Verwendung zahlreicher Audio-Samples zu loben. Hier war leider mein Handy-Akku aufgebraucht (ein hoffentlich bald zu lösendes Problem der Smartphones).

Zum Schluss ein dickes Lob an die ausrichtenden Veranstalter Julius Othmer und Andreas Weich vom Studiengang Medienwissenschaften in Braunschweig, die das Ganze nicht nur logistisch super organisiert haben, eine interessante Gästezusammenstellung generiert haben, sondern auch verstanden haben, wie man die Öffentlichkeit und Sichtbarkeit für solche und ähnliche Veranstaltungen herstellen kann, die sie verdienen. Das lässt auch vieles für die frisch gegründete AG Medienkultur und Bildung der Gesellschaft für Medienwissenschaft erwarten.

28.01.2013

Drei zentrale Aspekte..

von Steffen Lepa

.. meines aktuellen Forschungsprojekts „Survey Musik und Medien“ waren der Inhalt einer Präsentation, die ich am vergangenen Donnerstag beim ZeMKI-Forschungskolloquium der der Universität Bremen auf Einladung gehalten habe. Aufgrund von Nachfragen hier nochmals das audiovisuelle Begleitmaterial zum Vortrag:

 

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