An early contribution to the debate on Mediatization by the philosopher Alan Watts, from a speech in 1973, remixed for Youtube by Austin Bahls:



Original Text

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10.09.2011

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15.01.2011

.. waren das Thema einer durch die AG Populärkultur der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) an der Hochschule für Musik und Tanz Köln am letzten Wochenende durchgeführten Tagung. Leider konnte ich aufgrund eines anderen Vortrages am LoE-Cluster nur Teile der Präsentationen am Eröffnungstag sehen. Wie ich hörte, hat aber Lothar Mikos die Tagung in seiner Keynote mit einem Plädoyer für Interdisziplinarität und Mixed Methods eröffnet – was ich natürlich nur ausdrücklich befürworten kann. Ansonsten konnte ich aber einige sehr spannende Vorträge genießen, was mir insbesondere auffiel, war die Leidenschaft, mit der eigentlich alle Vortragende ihre Themen präsentierten – PopulärkulturforscherInnen wird ja häufig die mangelnde Distanz zu ihren Themen vorgeworfen. Wenn dies allerdings gleichzeitig bedeutet, dass sie ihre Themen mit Leidenschaft und Herzblut präsentieren und diskutieren wie in Köln- könnte es sich lohnen dies zunächst mal in Kauf zu nehmen. Mangelnde persönliche Distanz muss ja nicht mangelndes Methodenbewusstsein und mangelnde Systematik bedeuten. Sind nicht vielleicht wissenschaftliche Methoden (insbesondere die empirischen) geradezu darauf ausgerichtet, auch bei einem Gegenstand, der einen betrifft, anrührt, mitnimmt, den eigenen Blick zu reflektieren und systematisieren? Wenn “uns” an Phänomenen der Populärkultur interessierten ForscherInnen das schlüssig gelänge, habe ich keine Bedenken für die Zukunft der Populärkulturforschung – auch als empirische Forschungsrichtung. Die Diskussion dieser und anderer Fragen lässt sich in dem bald erscheinenden Tagungsband nachlesen, zu dem ich auch einen Beitrag beisteuern werde, welcher sich auf die zur Zeit vor allem in Großbritannien zu beobachtenden Tendenzen zur methodologischen Verbindung von Wahrnehmungsökologie und Musiksoziologie bezieht und  den ich am Schluss der Tagung präsentiert habe.

Update: Es gibt eine Rezension der Tagung beim Landesmusikrat NRW. Mein kurzfristig für den Vortrag ausgesuchtes Klangbeispiel scheint ein sehr viables Mem zu sein 😉

22.07.2010

Heute möchte ich Ihnen ein paar praktische ZusatzplugIns für Zotero vorstellen, welches (zumindest für mich) sicher das wichtigste Tool zum wissenschaftlichen Arbeiten überhaupt zur Zeit ist. Diese Tools haben es für mich noch wertvoller gemacht, aber ich brauchte etwas Zeit um sie zu finden, was ich hiermit den geneigten Lesern ersparen möchte.

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Zotero Rename

PDF-Namen werden beim Import automatisch auf Basis der Zotero-Metadaten umbenannt. Außerdem Features für eigene Benennungskonventionen.  Spart sehr viel Zeit und Last, insbesondere, wenn man viel mit anderen PDFs tauscht.

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Zotero Export to Filesystem

PDFs können aus Zotero damit direkt auf einen Stick oder Laufwerk geschrieben werden, ohne den RDF-Export missbrauchen zu müssen. Leider bislang nur für ein File gleichzeitig, dennoch sehr praktisch, um mal schnell was mitzunehmen (Stick, eReader). Etwas älter, darum muss man evtl. vorher die Firefox-Akzeptanz etwas tweaken, um es auf neuem Browser zum laufen zu bekommen.

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Zotero Vertov

Erweitert die Zotero-Möglichkeiten um die Fähigkeit Video- und Audiofiles anzufügen, zu schneiden und zu annotieren. Super für alle Musik- und Filmwissenschaftler.

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Zotero Bibliography Locale Switcher

APA und andere Zitationsstile sind in Zotero auf die Landessprache abgestimmt. Manchmal soll das nicht sein (z. B. wenn man einen Artikel für ein amerikanisches Journal einreicht). Dieses Tool bietet die Lösung.

05.07.2010

Release

von Steffen Lepa

Seit Anfang Juli ist nun meine bei VS publizierte Dissertation endlich im Handel verfügbar. Über jegliche Form der Kritik, insbesondere an meiner Konzeption “kritisch-realistischer Medienforschung” freue ich mich natürlich sehr und werde Sie gerne hier veröffentlichen und diskutieren. Überhaupt hätte ich Interesse an kritischen Rezensionen, falls also irgendein Fachkollege ernsthaftes Rezensions-Interesse bekunden sollte, verschicke ich zu diesem Zweck gerne ein kostenloses Exemplar. Bitte einfach kurz per Mail melden!

26.11.2009

Der Danke-Film

von Steffen Lepa

Auf eine wirklich gewitzte tolle Idee aus einer schwedischen Medienkampagne zum Bezahlen der Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bin ich heute früh gestoßen: Einerseits wird damit zur Reflektion über die Wirklichkeit der Medien angeregt, andererseits wird man bestens unterhalten und schließlich wird noch die intendierte Botschaft eindringlich kommuniziert. Ich wünsche viel Spaß und man sollte ein möglichst hochauflösendes Porträtfoto einspeisen und sich dann überraschen lassen:

Link

17.10.2009

McLuhan zum Hören

von Steffen Lepa

Bei Recherchen habe ich gerade zufällig entdeckt, dass die Columbia Records Schallplattenversion von Marshall McLuhans “The Medium is the Massage” (1967) im Web unter dieser Adresse kostenlos zu bekommen ist.

01.10.2009

Von Braga nach Gießen..

von Steffen Lepa

.. ging es Anfang dieser Woche. Dort fand an der Justus-Liebig-Universität die Jahrestagung 2009 der Kommission „Qualitative Bildungs- und Biographieforschung“ der Sektion “Allgemeine Erziehungswissenschaft” der DGfE statt.

Highlights dieser Tagung zum Thema “Qualitative Bildungsforschung und Methodentriangulation” (die wohl leider nicht in Buchform publiziert werden wird) waren für mich:

Während Flick den manchmal beobachtbaren, aus seiner Sicht fahrlässigen Pragmatismus der Mixed-Methods-Vertreter kritisierte und für eine Revision von Denzins Überlegungen eintrat, wies Anna Brake darauf hin, dass es auch neuere Ansätze in der internationalen Debatte gäbe, Mixed-Methods auf ontologisch-epistemologische Füße zu stellen (die sie allerdings nur kursorisch anriss), beklagte jedoch auf der anderen Seite die immer noch verbliebenen methodologisch-theoretischen Probleme, wie Subordination des einen unter den anderen Zugang und der “Quarrel” mit der Validitätsfrage. Insofern konzentrierten sich die beiden in Ihren Keynote-Vorträgen auf den spannendsten Aspekt des Triangulationsbegriffs, nämlich die Entwicklung zu einer integrativen Sozialforschung.

Von den Keynotes abgesehen war aber der Vortrag von Treumann meines Erachtens der einzige auf der Konferenz, welcher wirklich ernsthaft quantitatives mit qualitativem Denken zu vermählen suchte, wenngleich mir natürlich nicht möglich war, alle Panels gleichzeitig zu besuchen. Jedoch ist auch diesem Ansatz eine metatheoretische Sorglosigkeit und ein gewisser Subordinationscharakter vorzuwerfen (von manchen Problemen auf der quantitativen Seite der Methodologie  einmal abgesehen).

Insgesamt entstand damit bei mir Eindruck, dass viele  der restlichen Vorträge eher umständlich bemüht versuchten, ihre sowieso entstandenen vornehmlich interpretativ-qualitativen Arbeiten (bedingt durch den Sektionshintergrund)  irgendwie unter dem Triangulationsbegriff zu verorten, was teils keineswegs überzeugen konnte.

Und: auch wenn Uwe-Flicks Plädoyer eher in die Gegenrichtung zielte, scheint mir nach einiger Reflektion und Diskussion mit Kollegen der Begriff der “Mixed-Methods” inzwischen doch tragfähiger, weil damit aus meiner Sucht unsinnge (da eigentlich für zumindest mein Arbeiten selbstverständliche) begriffliche Ideen wie “Forscher- ” oder “Theorien-Triangulation” endgültig der Vergangenheit angehören, da sie keine relevanten Distinktionen produzieren. Ich plädiere daher vehement  für eine methodologisch-ontologisch reflektierte Revision des Mixed-Method Begriffs. In meiner Dissertation habe ich dazu umfangreiche metatheoretische Überlegungen angestellt, die sich an der Wissenschaftsphilosophie des Kritischen Realismus anlehnen. Hätte ich eher von dem Call zur Tagung erfahren, hätte ich diese gerne dort dargestellt.

Zu Alex Geimers Vortrag ist (neben der Tatsache, dass er fast als einziger Powerpoint sinnvoll einzusetzen vermochte, nicht mit Beispielen geizte und  mit Interesse und positivem Feedback aufgenommen wurde)  zu sagen, dass mich das Konzept ja bekanntlich überzeugt, wenn auch ich einige Probleme mit den Begrifflichkeiten (nicht: dem Vorgehen und theoretischen Grundüberlegungen) seines 4-Felder-Schemas zu Praktiken der Filmaneignung sehe, die ebenfalls mit meinen kritisch-realistischen Grundannahmen zusammenhängen. Da auch ein anderer Teilnehmer im Panel hier offensichtlich der  teilweise “misleading”  Terminologie anheim fiel, hoffe ich, dass Alex nochmal drüber reflektiert oder dies vielleicht in einem Paper nochmal klarstellt.

Insgesamt waren die drei Tage für mich ein interessanter Einblick in aktuelle Arbeitsweisen qualitativ-interpretativer Bildungsforschung, wohingegen die Konferenz in Bezug auf das eigentliche Konferenzthema eher enttäuschte.

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